Presse
  ECHO Online vom 14. Januar 2013

Mit Mister Jelly ins Jazz-Jahr

DARMSTADT
„Happy Jazz“ ist das Motto der neun Amateurmusiker, aber im Gegensatz zu den diversen Wiederbelebungsversuchen des Traditional Jazz durch Übernahme neuerer Tendenzen blieben sie seit nunmehr 33 Jahren ihrer ungewöhnlichen Stilistik treu. Sie geht zurück auf die schillernde Figur von Ferdinand La Menthe alias „Jelly Roll Morton“ (1890–1941) aus New Orleans. Er gilt als begnadeter Komponist klassischer Jazzthemen, sein Verdienst ist es auch, europäische und karibische Einflüsse mit den damals modischen Blues, Gospel und Ragtime zu verschmelzen. In wunderbar aufbereiteter, moderner Form bringt das die „Mr. Jelly’s Jam Band“ zu Gehör und begeistert durch Perfektion und Spielfreude. Die Arrangements basieren auf dem „Call-and Response“-Prinzip, wie es in den Gospel-Gottesdiensten üblich ist. Abwechselnd treten hier die vier Bläser in Aktion, unterstützt von der Rhythmusgruppe. So entstehen zahlreiche spannende Dialoge zwischen den Trompetern Rainer Scheuermann und Klaus Göckes mit dem Klarinettisten Herbert „Ölle“ Müller oder Bandleader Volker Brill. Dieser glänzt neben seinem vorzüglichen Posaunenspiel auch als Gesangs-Solist. Durch das Programm führt kenntnisreich Christian Klempnow, der das Publikum mit witzigen Episoden erfreut. Bekannte Kompositionen, wie „Sidewalk Blues“, „Kansas City Stomps“ oder „Willie The Weeper“, bringen mächtig Stimmung in das Gewölbe. Erst kurz vor Mitternacht beendet als letzte Zugabe „Big Butter And Egg Man“ die abwechslungsreiche Vorstellung. Zum Artikel »



  Main-Spitze vom 30. Juli 2012

„Mr Jelly‘s Jam Band“ entführt die Besucher in die Goldenen Zwanziger

RÜSSELSHEIM
Jazz wie in den Goldenen Zwanzigern - das gab es am Samstagvormittag in der Innenstadt zu hören. Trotz dunklen Wolken und Nieselregen waren unter dem Glasdach am Löwenplatz alle Tische und Bänke besetzt. Beim Frühschoppen genossen die Besucher die schwungvollen Rhythmen von „Mr. Jelly’s Jams Band“, die sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Samstags auf dem Löwenplatz“ die Ehre gaben.

Die Darmstädter Band hat sich dabei ganz dem „Oldtime-Jazz“ verschrieben, der seine Blütezeit in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erlebte. „Mr. Jelly’s Jam Band“ spielte am Samstag fast ausschließlich Stücke aus der Zeit von 1905 bis 1928, die überwiegend in New Orleans und Kansas City entstanden. Darunter fanden sich auch einige Kompositionen von Jazz-Größen wie Louis Armstrong oder King Oliver, die die Band um Posaunisten Volker Brill so originalgetreu wie möglich umsetzte.

Historische Vorbilder

Auch die Besetzung der Gruppe orientiert sich dabei an den historischen Vorbildern. So treten die Darmstädter in traditioneller Besetzung auf: Posaune, Tuba, Schlagwerk, Ragtime-Piano, Klarinette, Banjo und zwei Kornetts sorgen für den unverwechselbaren Klang: Schnelle, heitere Melodien. Damit hat sich die Band einem Jazz verschrieben, wie er heute kaum noch gespielt wird - und stoßen auf gute Resonanz.

Sonne kommt doch noch

Denn auch in Rüsselsheim sind „Mr. Jelly’s Jam Band“ keine Unbkannten: Bereits vor zwei Jahren trat die neunköpfige Gruppe auf dem Löwenplatz auf. Damals war der Auftritt bei bestem Sommerwetter ein voller Erfolg, das sollte sich auch diesmal wiederholen. Tatsächlich brach während des Auftritts die Sonne durch, und immer mehr Besucher strömten den ungewohnten Klängen entgegen.

Nach dem vielfältigen Programm auf dem Löwenplatz war dieser Auftritt für einige Stammgäste ein persönliches Highlight. „Endlich mal keine membrane Musik“, freute sich ein älterer Fan. „Keine Beatmusik, kein Geschrei - das schätzen wir!“ Und auch andere Dauerbesucher wie das Ehepaar zum Bansen fanden Gefallen an dieser Form des Jazz: Zum Sommermorgen auf dem Löwenplatz passe die Musik „einfach hundertprozentig“, fanden sie. Zum Artikel »


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